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… Gedanken eines Lifestyle Unternehmers

Zur Ruhe kommen

Februar18

 

zur-ruhe-kommenLeider findet man es immer seltener, dass Gesprächspartner bedingungslos zuhören können. Bedingungsloses zuhören bedeutet, mit 100% bei der Sache zu sein, seinem Gegenüber Raum zu geben und ihm während des Gesprächs in die Augen zu blicken.
Egal mit wem ich mich unterhalte: mit Freunden, Geschäftskontakten oder neuen Bekanntschaften. Mir fällt auf, dass bedingungsloses Zuhören rar geworden ist in unserer schnelllebigen Welt. Da ist das Iphone auf das man alle 30 Sekunden einen Blick werfen muss, die eigenen Gedanken und Einstellungen, die jede Sekunde dazwischen rufen wollen, oder das Umfeld, dass die Augen rastlos umherwandern lässt. Meiner Meinung nach liegt das daran, dass die meisten Leute verlernt haben, zur Ruhe zu kommen.

Heutzutage wird neudeutsch “relaxt”. Es bedeutet am Abend fernzusehen, Computer zu spielen, im Internet zu surfen, besonders seine Socialmedia-Seiten abzugrasen.
Das hat eher was mit Ablenken zu tun. Man sagt zwar “abschalten”  es ist aber eher Ablenken, sich zerstreuen, sich auf andere Gedanken bringen läuft immer darauf raus, von sich abzulenken.
Doch zur Ruhe kommen ist etwas Anderes: Es bedeutet, sich zu finden.

Ich habe das Glück, direkt neben einem Wald zu wohnen. Im Nu sitze ich auf einer Bank, hinter einem Bächlein, höre die Vögel zwitschern und den Wind in den Blättern rascheln. Wenn der Wind von Westen kommt, kann ich den Lärm der Stadt hören – doch das ist völlig in Ordnung. Ich will ja nicht die Welt verändern – sie ist wie sie ist. Ich will zur Ruhe kommen. Ich muss nur 2 Minuten gehen und sonst NICHTS tun. Ich kann einfach dasitzen, den Eichhörnchen beim Spielen zu sehen, meinen Blick über die Baumwipfel schweifen lassen und nicht nachdenken.

Doch um wirklich zur Ruhe zu kommen, braucht man keinen Wald in der Nähe, nicht mal einen Balkon. Man braucht: NICHTS, nur Ruhe.

Wie man Ruhe schafft:

  1. Am wichtigsten ist es, nicht abgelenkt zu werden. Also: Türklingel aus, Fernseher aus, Telefon und Handy auf lautlos.
  2. Wenn man von seiner Couch nicht bequem aus dem Fenster sehen kann, stellt man sich einfach einen Stuhl vors Fenster und schaut nach draußen. Wichtig ist hierbei wirklich zu entspannen und seinen Geist zur Ruhe kommen zu lassen. Wenn man einmal den Dreh raus hat, ist es ganz einfach:
    Richtig: völlig wertfrei dem Vogel auf dem Ast vor dem Fenster zuschauen
    Falsch: sich fragen, was das für ein Vogel ist, warum er so einen krummen Schnabel hat und warum zur Hölle er dauernd mit den Flügeln flattert, aber nicht weg fliegt
    Richtig: die Dachkonstruktion des Nachbarhauses anschauen
    Falsch: hoffen, dass sich die Nachbarin mit der großen Oberweite am Fenster im 3. Stock zeigt
  3. Wer sich nicht wohl fühlt, vor dem Fenster zu sitzen und nach draußen zu schauen, oder sich zu leicht ablenken lässt, kann auch zum Kerzentrick greifen: Einfach eine Kerze anzünden und 10 Minuten in die Flamme blicken. Feuer hat sich schon immer beruhigend auf den Menschen ausgewirkt.

Wenn man den Bogen raus hat, hat diese Übung den Effekt eines Brain-Resets. Es hat nichts mit Meditation oder dergleichen zu tun. Wenn man möchte, kann man es als Entspannungsübung bezeichnen. Nach nicht einmal 10 Minuten ist man glasklar im Kopf, entspannt, und hat wieder neue Energie.
Und vielleicht klappt es dann auch mit dem Zuhören. Oder mit vielen anderen Dingen.

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