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… Gedanken eines Lifestyle Unternehmers

Über die guten Vorsätze

Februar21

Silvester 2010 verbrachte ich in kleinem Kreise mit Freunden in München. Um Mitternacht wollten wir auf einer Anhöhe im Luitpold-Park anstoßen und das Feuerwerk ansehen. Wir hatten in einem guten Gespräch völlig die Zeit vergessen, und wurden auf dem Weg in den Park dauernd von Leuten überholt, die sich schnaufend und angetrunken den Berg hoch schleppten – oft hörte ich den Satz: “Wir verpassen das neue Jahr, das fängt ja gut an…

Sie hatten Angst, dass ein verhunzter Start ins Neue Jahr die guten Vorsätze ins Wanken bringen würde.
Uns war klar, dass wir es nie bis “Punkt 12″ auf die Anhöhe schaffen wurden. Da Silvester ein Tag ist wie jeder andere, beschlossen wir, gemütlich zu spazieren und für uns das neue Jahr dann einzuläuten, wenn wir ohne Stress an unserem Aussichtspunkt angelangt waren. Wir hatten vor, mit unserem Fläschchen Schampus in Ruhe anzustoßen und dabei das Feuerwerk ansehen. Alles andere war zweitrangig, und uns war es völlig egal ob das 10 oder 15 nach zwölf der Fall sein würde.

Als ich die vielen herbei gehetzten Leute sah, wurde mir schlagartig klar, warum so viele Pläne und gute Vorsätze genau dieser Menschen scheitern: Es liegt an unerreichbaren Zielen, an fremden Regeln und am falschen Zeitpunkt.

1) Unerreichbare Ziele:

Weil wir VORHER WUSSTEN, dass wir es nicht rechtzeitig schafften, besonnen wir uns auf ein genauer definiertes, realistisches Ziel. Viele der Passanten hatten ein starres Ziel vor Augen: “Um 12 auf der Anhöhe sein”. Auch wenn ihnen klar war, dass sie es kaum erreichen konnten, sie hielten an ihrem Ziel fest. Dabei wollten sie vermutlich genau das gleiche wie wir: mit ihren Lieben anstoßen und das Feuerwerk ansehen – was völlig unabhängig von der zeitlichen Komponente ist.
Take away: Wer sich zu hohe Ziele steckt und diese nicht genau definiert, ist schnell zum Scheitern verurteilt. Oft hilft es, sich Gedanken über die Vorsätze zu machen und wenn nötig einige Tage darüber nachzudenken. Durch diesen Prozess kristallisiert sich ein genaueres Ziel heraus, dass man viel besser erreichen kann. Oder wie es Laotse formuliert hat: “Nur wer sein Ziel kennt, findet auch seinen Weg”.

2) Fremde Regeln

Ist es zwingend nötig, um Punkt 12 auf der Anhöhe zu sein? Nur weil die Uhr um Punkt 12 umspringt, ist es immer noch die gleiche Nacht, und das Feuerwerk dauert sicherlich bis um 1 Uhr. Ohne die fremdbestimmte, zeitliche Komponente kann genau das Selbe erreicht werden.

Take away: Für die eigenen Vorsätze sind das eigene Handeln und vor allem die eigenen Wünsche viel wichtiger als fremde Regeln. Fehlt die eigene, 100%ige Überzeugung von dem, was man erreichen möchte, ist jeder Plan und jeder Vorsatz zum Scheitern verurteilt.

3) Falscher Zeitpunkt:

Angetrunken eine Anhöhe im Eiltempo zu erklimmen, ist für den weiteren Verlauf des Abends keine allzu gute Idee. Die Kombi aus Alkohol, Bewegung und Frischluft kann schnell zum Verhängnis werden. Das Gleiche gilt für den nächsten Morgen. Der Kater lässt einen schnell wieder zur Zigarette greifen oder eine Tiefkühlpizza in den Ofen schieben.
Take away: Pläne und Vorsätze benötigen 100%ige Aufmerksamkeit. Man sollte ausgeruht und Herr seiner Sinne sein. Nur so lässt sich ein Vorsatz auch durchhalten und ein guter Plan ausführen.

gespeichert unter: Act outside the box
1 Kommentar zu

“Über die guten Vorsätze”

  1. Avatar Samstag, 19. Januar 2019 um 14:29 Marc sagt:

    Es war ein hervorragender Rutsch ins neue Jahr – mit Verspätung ;)


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