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… Gedanken eines Lifestyle Unternehmers

Informationskompetenz im Online-Geschäft

Mai20

Auf der SEO-Konferenz irgendwie und SEO hab ich mich mit dem Prince of Persia Sepita Ansari von der Agentur Catbirdseat über Informationsbeschaffung und Informationsvermittlung im Kundengeschäft unterhalten.
Sepita vertritt einen interessanten Ansatz und sagte, dass er täglich so gut wie möglich informiert sein muss, was in der Online-Welt über SEO geschrieben wird. So sei er in der Lage seinen Kunden jeder Zeit die wichtigsten Informationen liefern und zu allen Fragen Rede & Antwort stehen zu können. Diesen proaktiven Ansatz finde ich mehr als bewundernswert. Auch wenn er sehr zeitintensiv ist baut er für sich doch ein enormes Wissen auf, und liefert seinen Kunden in jeder Situation den maximalen Output.

Ich liebe es, wenn mich Leute inspirieren und mit Ihren Aussagen zum Nachdenken über allgemeine Themen anregen. So musste ich nach unserem Treffen öfters über Informationskompetenz nachdenken:

  • Wie pflegt man generell den richtigen Umgang mit Informationen?
  • Wir organisiert man Informationen richtig?
  • Was muss ich wann wissen?
  • Wie kann man in der kürze der Zeit all seine Quellen richtig bewerten?
  • Wieviel müssen und wollen meine Kunden wissen?

Die Informationsflut meistern

Eines ist klar: Die letzten Universalgenies lebten im 17. Jahrhundert. Seitdem gilt es Informationen “so gut wie möglich” zu recherchieren, sammeln und vor allem zu filtern, sodass man schnell auf sie zugreifen kann. Zudem kann man keine Äpfel mit Birnen vergleichen. Persönliche Interessen sind unterschiedlich, die Anwendung der Information ist unterschiedlich, Geschäftsmodelle sind unterschiedlich. Was für den einen funktioniert muss für den anderen nicht funktionieren.

Informationskompetenz bedeutet in der Lage zu sein, effizient und verantwortungsbewusst mit Informationen umgehen zu können. Dabei sind einige Faktoren wichtig:

  1. Persönliche Komponente: Die Motivation sich über etwas zu informieren ist der wichtigste Punkt. Beruflich muss man beispielsweise immer up-to-date sein. Wer sich kontinuierlich mit einem Thema befasst und dabei Spass hat häuft automatisch ein großes Wissen an, auf das er ohne Recherche-Aufwand zugreifen kann. Die hängt maßgeblich von seinen Ambitionen und dem Ehrgeiz sind.

    Die zentrale Frage ist:wie viel Lebenszeit, in welcher Form und vor allem für welchen Zweck möchte man in den aktiven Wissensaufbau stecken?

  2. ermittelnde Komponente: Wenn man einen Wissensbedarf entdeckt, braucht man eine richtige Suchstrategie um die wichtigen Informationen zu ermitteln. Mann sollte einen effizienten, möglichst ähnlich ablaufenden Recherche-Vorgang nutzen um Zeit zu sparen.
  3. selektive Komponente: Informationen zu sammeln reicht nicht aus. Viel wichtiger ist die richtige Selektion nach bestimmten, dem Zweck entsprechenden Kriterien.Folgende Fragen bieten sich an, eine Information kurz & bündig zu bewerten:
    • Wie beeinflusst diese Information meine Situation und welche Chancen ergeben sich aus ihr? So kann festgestellt werden ob die Information überhaupt wichtig genug ist, gelesen zu werden. Je nach Wichtigkeit entsteht Handlungsbedarf oder die Information wird überflogen und abgehakt.
    • Wer stellt die Information bereit? Keinen Namen zu haben heisst nicht automatisch keine Ahnung zu haben. Dennoch kristallisieren sich in bestimmten Branchen Experten heraus, auf deren Meinung man vertraut. Trotzdem ist es wichtig Hintergründe zu kennen und zu wissen, woher die Kenntnisse stammen. So erkennt man besser Manipulationsversuche wie etwa Eigeninteresse.
    • Ergeben die Informationen Sinn? Unabhängig von persönlichen Präferenzen und Einstellung sollte der Sachgehalt kritisch überprüft werden. Dabei ist es wichtig rationale Aspekte zu berücksichtigen, jedoch aber auch für andere Gedanken offen zu sein. Das Bauchgefühl kann einem hier enorme Dienste erweisen.
    • Fehlen für mich wichtige Informationen? Als nächstes ist es wichtig, die Vollständigkeit der Informationen auf meine Situation zu überprüfen. Falls etwas fehlt oder unklar bleibt, um die eigene Situation richtig einzuschätzen muss selbst recherchiert werden.


  4. Organisatorische Komponente: Die ermittelnden Informationen müssen richtig weiterverarbeitet, gespeichert und zugänglich gemacht werden.
  5. Präsentative Komponente: Die Aufbereitung der ermittelnden Informationen muss je nach Zweck so gestaltet werden, dass alle Beteiligten einen maximalen Nutzen daraus ziehen können.

Ein verantwortungsvoller Umgang ist also gar nicht so unaufwändig. Im nächsten Beitrag werde ich über die praktische Anwedung der Überlegungen schreiben

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Taskpaper- textfiles on steroids

April4

Taskpaper ist mein einziges Tool, das ich für Zeit- und Projektmanagement nutze. Auch wenn ich die Informationen für Projektpläne optisch aufbereite – die Rohdaten liegen alle in Taskpaper. Taskpaper ist txt auf Steroiden! Aufgrund der nützlichen Features, kann ich einfache Listen perfekt für meine Bedürfnisse anpassen.
Ich nutze 3 Hauptlisten und einige Nebenlisten:

  • Projekte: Hier dokumentiere ich alle eigenen Websites.
    Kunden: Hier dokumentiere ich  alle Kundenprojekte.
    To-Do: Hier kommen immer die aktuellen To-dos rein.

Nebenlisten sind:

  • Zugänge: Hier dokumentiere ich WordPress-Logins, E-Mail-Accounts etc.
  • Bücher: Hier kommt alles rein, was ich noch lesen möchte.
  • Reisen: Hier kommen alle meine potentiellen Reiseziele als Projekte rein.

Theoretisch kann man auch alles in einer Liste abhandeln. Wenn die Themen jedoch zu unterschiedlich sind, bietet sich eine Unterscheidung an.
Die Reiseliste enthält neben den Reisezielen Informationen über Surfspots, Reisesaison oder Wassertemperatur auch einen Deeplink auf einen Fluganbieter. So kann ich mit einem Klick nach Flügen suchen.

Taskpapers nützliche Funktionen:

Durch nützliche Funktionen wie zum Beispiel Projekte, Aufgaben, Übersichtslisten und Priorisierung bietet das System alles, was man braucht – und man hat ruckzuck einen kompletten Projektplan erstellt.

Taskpaper unterscheidet Projekte, Tags, Aufgaben und Notizen und lässt diese mit einigen einfachen Shortcuts filtern und bedienen:
Ein Projekt erstellt man, indem man eine Zeile mit einem Doppelpunkt beendet. Aufgaben listet man einfach auf. Notizen unterscheidet man mit Hilfe von Listenstrichen. Tags vergibt man mit einem einfachen “@”.

Im obigen Beispiel habe ich ein Projekt angelegt (Zeile mit Doppelpunkt beenden), das Kunde 1 heisst.

  1. Darunter steht eine Auftragsbeschreibung, die in einem Satz einen Überblick verschafft. Taskpaper kann Links aufrufen, deswegen steht hier der Link zum Kunden und zum Trackingsystem.
  2. Als nächster Punkt wird der Ansprechparnter mit Kontaktdaten dargestellt. Dahinter verlinkt man auf das Gmail-Label des Ansprechpartners und/oder des Kunden und landet mit einem Klick in den Email-Konversationen.
  3. Der dritte wichtige Punkt sind die Meilensteine mit Kalenderwochen-Angabe. So hat man den aktuellen Stand sofort im Blick.
  4. Der vierte wichtige Punkt im Projektplan ist der Projektstand. Hier wird das Projekt schriftlich dokumentiert. Es wird auf das Gmail-Label @zu-erledigen” “@kunde” verlinkt.  Die Label “@zu-erledigen” “@kunde” beinhalten alle wichtigen Punkte und die zu erledigenden Punkte in Bezug auf das Projekt. In meinen Beiträgen über die E-Mail-Organisation habe ich die Gmail Label etwas näher beleuchtet. Offene Punkte wie die Telco mit dem Freelancer Horst Mustermann können mit Informationen wie Telefonnummer angereichert werden und einen Link zu den Label “@offene-projekte”"Horst Mustermann” hinzufügen
    Wenn eine Aktion abgeschlossen ist, klickt man auf den Listenstrich und die Aufgabe wird durchgestrichen und mit dem entsprechenden Datum versehen. So kann man, wenn man denn möchte, die Aktionen nachverfolgen.

Über den Minimalimus

März26

Bei Recherchen nach einer Ultra-Light-Packliste für meine letzte Reise bin ich auf die Minimalismus-Ansichten einiger  us-amerikanischer Blogger aufmerksam geworden und musste über deren Ansichten schmunzeln. Bei ihrem Ansatz fehlt eindeutig die individuelle und vor allem die soziale Komponente.

Die individuelle Komponente:

Mit dem Minimalismus-Gedanken wurde ich zum ersten Mal in Costa Rica konfrontiert: Es gibt wenige Gefühle die besser sind als zu wissen, man trägt alles was man benötigt am Körper und kann innerhalb von 5 Minuten alles andere zusammenpacken und weiterziehen. Das ist absolute Freiheit.
Ich finde es faszinierend, dass mittlerweile viele der Blogger die Chancen des Internets nutzen und ortsunabhängig arbeiten. Ich beglückwünsche jeden Einzelnen zu seinem Erfolg. Meiner Meinung nach missverstehen sie jedoch das Minimalismus-Konzept auf das sie sich stützen: Da werden stolz Listen veröffentlicht “Die 100 Dinge, die ich besitze”, um dann von einem Anderem mit “Die 97 Dinge die ich besitze” übertrumpft zu werden. Sie halten ihre Leser an, so viele ihrer Besitztümer wie möglich loszuwerden, aus einem Rucksack zu leben und dem Konsum völlig zu entsagen – dabei gehen die individuell-unterscheidlichen Bedürfnisse jedoch unter. Deshalb finde ich dieses Konzept etwas zu starr und dem eigentlichen Zweck – das eigene Leben optimal zu gestalten – nicht gerade dienlich.

Während ich reise, genieße ich zum Beispiel, dass ich alles was ich brauche, in meinem Rucksack bei mir habe. Auf Teufel komm raus jedoch mit einem Gewicht unter 10kg reisen zu wollen macht für mich keinen Sinn. Bei einem Kampfgewicht von 108kg ist es mir relativ egal, ob mein Rucksack 10 oder 15kg wiegt – einig und allein der Stauraum meines Rucksacks und die Übersichtlichkeit beim Packen sind in diesem Fall die individuell für meine Art zu Reisen ausschlaggebenden und entscheidendenen Faktoren.
Es kommt keineswegs auf die Anzahl der Dinge an, die ich mit mir rumschleppe, sondern darauf, alles in meinem Rucksack unterzubringen. Es kommt darauf an, genau die Menge an Dingen mitzunehmen die ich brauche, und meinen Rucksack so gut zu organisieren, dass ich jederzeit auf Alles Zugriff habe.

Die soziale Komponente:

Wen man für sich selbst mit einem Teller, einem Besteck und einem Glas auskommt – sehr schön. Wer aber gerne seine Freunde einlädt, möchte nicht in einem leeren Wohnzimmer unter einer Glühbirne sitzen und eine Weinflasche herumreichen. Und die Freunde zu bitten, Weingläser selbst mitzubringen ist auch keine Option.

Ich liebe zum Beispiel mein Bücherregal über alles. Alleine dort finden sich schon mehr Bücher als Dinge auf so mancher Besitz-Liste. Belasten mich meine Bücher? Im Gegenteil: Das große Bücherregal passt hervorragend in mein Wohnzimmer, macht den Raum gemütlich und sortiert meine Bücher so, dass ich auf Anhieb alles finde.

Schlussfolgerung

In den groben Zügen stimme ich natürlich mit der amerikanischen Minimalismus-Debatte überein:
Wer einen zu großen Fokus auf Geld und materiellen Besitz legt, kann bei der Schnelllebigkeit der heutigen Zeit mit all ihren konsumorientierten Manipulationsversuchen schnell unter die Räder kommen.
Wen man sich dieser Tatsache jedoch bewusst ist, wird es  einfacher, sein Leben entsprechend zu gestalten.
Beim Minimalismus geht es nicht darum, in einen Wettstreit mit Anderen zu treten und so wenige Dinge wie möglich zu besitzen. Wer diesen Ansatz verfolgen möchte sollte sich klar machen, dass ein Mensch nur 3 Dinge zum Überleben braucht: Nahrung, Kleidung und Unterkunft.

Beim Minimalismus geht es darum, SO VIELE DINGE WIE NÖTIG zu besitzen, und vor allem deren Organisation im Griff zu haben. Das grundlegende Prinzip ist, sich nicht mit der Anschaffung, Finanzierung und Verwaltung von Dingen zu belasten, die man SELBST nicht wirklich braucht und die unnötig sind.
Das zugrunde liegende Ziel – persönliche, innere Freiheit – erreicht man aber nicht, indem man blind Listen mit den Besitztümern Anderer folgt, sondern sein eigenes funktionstüchtiges System schafft. Minimalismus ist etwas Individuelles, denn Jeder hat andere Bedürfnisse. Das Gerüst der Happy-Matrix lässt sich sehr gut dafür nutzen, eine Inventur der eigenen Besitztümer zu machen, sie anschließend zu bewerten und neu zu strukturieren.

gespeichert unter:Act outside the box, Lifestyle-Design | Kommentare deaktiviert

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