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… Gedanken eines Lifestyle Unternehmers

Online Backup – Datensicherung für Dummies

Juli17


Als ich im Dschungel von Sri Lanka mein Handy verlor, ist mir zum ersten Mal klar geworden, dass ein online-basiertes, zeit- und ortunabhängiges Geschäftsmodell ruckzuck auf wackligen Beinen stehen kann. Würde ich anstatt des Handys einmal meinen Mac verlieren, würde dies meinem Geschäft massiv schaden. Gerade wenn man viel reist und von unterwegs arbeitet kann sehr viel passieren, was sich der eigenen Kontrolle entzieht.
Auch wenn es einen nicht umbringt – es ist doch mit sehr viel Aufwand verbunden, den Status Quo wieder herzustellen.

Doch Fehler sind nur dann Fehler, wenn man nichts aus ihnen lernt. Deshalb habe ich an einer Lösung des Problems gearbeitet und mich mit verschiedenen Backup-Lösungen auseinander gesetzt:

portable Festplatten

Es gibt portable Festplatten die weniger als 100g wiegen, kleiner als 2 Zoll sind und eine Kapazität  von 120 GB haben.  So weit so gut. Doch portable Festplatten sind sehr anfällig, nehmen auch bei noch so kleinem Format Platz weg und lösen mein Problem nicht im geringsten: Wenn mein Gepäck ins Wasser fällt oder gestohlen wird taugt diese Form der Datensicherung genau so viel wie meine bisher nicht existenten Backups.

USB Sticks

USB-Sticks sind kleiner, handlicher, weniger anfällig und somit fürs Reisen geeigneter als Festplatten. Der momentan größte USB-Stick wir mit sage und schreibe 256 GB ausgeliefert. Hiermit kommen wir der Sache schon näher – doch vor Diebstahl und Wasserschaden ist auch der USB-Stick nicht gefeit.

Zudem haben beide Varianten einen weiteren entscheidenden Nachteil. Da sich nach jedem Arbeitstag Daten in den unterschiedlichsten Verzeichnissen ändern müsste ich konsequenter Weise jeden Tag manuell für alles ein Backup durchführen.

bleiben also nur noch die online Backup-Anbieter übrig.

Onlne-Backup: “Ab in die Cloud”

Seit etwa einem halben Jahr nutze ich nun die Cloud für alle meine wichtigen Daten. Der Trend ist mittlerweile sogar in der Fernseh-Werbung angekommen. Zeit für mich also, sich mit ein paar verschiedenen Anbietern auseinander zu setzen.

Mein Kritik-Punkt bisher war, dass man nicht überall Internet-Zugang hat. Dieser Punkt lässt sich immer mehr vernachlässigen, da man sogar im Dschungel von Sri Lanka mittlerweile online gehen kann. Und selbst wenn:  Im schlimmsten Falle ist dann die Arbeit von ein paar Tagen kaputt – nicht aber das gesamte Online-Werk.

Ich habe mir verschiedene Systeme angeschaut, die Wahl viel am Ende auf eindeutig SugarSync.
Es gibt zwar dutzende Online-Backup-Dienste, doch SugarSync hatte einen entscheidenden Vorteil:

SugarSync passt sich meiner Daten- Ordnerstruktur an, während alle anderen Dienste voraussetzen, dass ich meine Daten ihrer Strukur anpasse. Vielleicht sollte ich das etwas näher ausführen:
Andere bekannte Dienste wie etwa Dropbox sind so aufgebaut, dass ich Daten vor der Synchronisierung in einen extra Ordner kopieren muss. Dies behindert mich in meiner Arbeitsweise, da ich im Endeffekt jeden Abend ein manuelles Backup erstellen muss, indem ich die neuen Daten in den Dropbox-Ordner kopiere.

SugarSyn hingegen führt alle Arbeiten automatisch aus – jedes Mal, wenn ich eine Datei auf meinem Mac erstelle, lösche oder bearbeite, erkennt SugarSync die Änderungen sofort und lädt eine Kopie der Daten in die Cloud, ohne, dass ich mich darum kümmern muss. Andere Vorteile sind zum Beispiel der Musik-Streaming-Service, der es ermöglicht mir ein eigenes Internet-Radio mit meinen Musik-Datein zu erstellen.

Weitere Vorteile von SugarSync sind:

  1. Die größte kostenlose Speicherkapazität: Bei SugarSync erhält man 5 GB kostenlosen Speicher anstatt 2 GB wie bei den meisten anderen Anbietern.
  2. Einfaches Veröffentlichen: Man kann mit nur einem Klick Daten für die Öffentlichkeit freigeben (wenn man das denn möchte)
  3. Einfaches Daten-Sharing: Man kann Daten sehr einfach an Freunde & Bekannte schicken. Diese können die Daten nutzen ohne selbst einen Account anlegen zu müssen
  4. Fokus auf die wichtigsten Daten: Natürlich wird nicht die gesamte Festplatte gesynct. Man wählt einzelne Ordner, die dann ständig automatisch abgeglichen werden.
  5. Backup für Fotos: Wer viel reist kann seine hochauflösenden Bilder in einer SugarSync-Bildergalerie speichern und hat immer Zugriff darauf.
  6. Mobile Lösung: Es gibt eine Smartphone-App von SugarSync. So kann man auch mit dem Handy auf Daten zugreifen. Die App sichert zum Beispiel auch automatisch alle Fotos, die mit dem Handy gemacht werden.

Um gegen die großen Anbieter bestehen zu können, hat sich SugarSync eine geniale Marketing-Stragie einfallen lassen. Wenn man den Service weiterempfiehlt erhalten sowohl der „Neukunde“ als auch der Empfehler 500 MB extra Speicher. Wenn Freunde & Bekannte sehen, dass man hier eine geniale Back-Up-Lösung nutzt, kann ruckzuck genügend Speicher zusammen kommen, sodass man auf den Paid-Service gänzlich verzichten kann.

Für mich ist SugarSync das ideale Backup-System, das mich bisher und in Zukunft vor dem totalen Crash bewahren wird.

Hier geht es zum kostenlosen 5GB SugarSync Acount + 500 MB extra (die ich dann auch bekomme)

Wer selbst mit 5GB auskommt und dem Timo lieber keine 500 MB extra verschaffen will, kann sich auf der Website von SugarSync auch völlig unabhängig registrieren.

gespeichert unter: Business, Lifestyle-Design
6 Kommentare zu

“Online Backup – Datensicherung für Dummies”

  1. Avatar Freitag, 20. April 2018 um 19:28 n3po sagt:

    Ich als alter Nörgler muss dazu natürlich sagen, dass ich finde dass man seine Daten nicht in so ner Scheiss Cloud aus der Hand geben sollte.

    Sei es, weil man irgendwann blöd aus der Wäsche guckt, weil sich Sugarsync einfach finanziell verrechnet hat und innerhalb von ein paar Tagen die Bude zumacht (schon einigen Cloud-Startups passiert, meine expired Domains sind Zeugen). Das passiert natürlich, wenn man grad im Urlaub ist und nicht mal eben 50GB runterladen kann, um das nötigste zu sichern.

    Zudem hat man keine Ahnung, wie gut die Ihre Systeme sichern und wer alles Zugriff drauf hat (siehe Sony) – bei der Cloud heisst es halt, eine Virtuelle Maschine gehackt – alle Maschinen gehackt.

    Und zuguterletzt gibt Sugarsync hundert pro sämtlichen Ermittlungsbehörden in den USA ohne weiteres Zugriff auf deine Backups, worauf ich auch nicht unbedingt Bock hätte.

    Ich kauf lieber 2 externe Platten und verschlüssele die Dinger mit Truecrypt – falls eine gestohlen wird kann er mit den Daten nix anfangen. Und die zweite hab ich ausser Haus, die auch noch da ist falls hier die Hütte abbrennt.

    Aber für Mac User ist das wahrscheinlich zu kompliziert ;)


  2. Avatar Freitag, 20. April 2018 um 14:15 Timo sagt:

    Muss man Dir natürlich recht geben – vorallem bei der Hacking Problematik – wobei die ganze Diskussion Datenschutzdiskussion ala “Cloud”, “Google-Dienste”, “Handyortung” eh auf die unterschiedlichsten Sichtweisen trifft.
    Die Frage ist halt immer: “wer könnte mit meinen Daten etwas anfangen?” Ich bezweifle, dass das, was ich mit mir rumschleppe für andere einen allzu großen Wert hat… außer für Leute aus meinem Betätigungsfeld vielleicht ;) aber selbst da finde ich es fraglich…. Mir gehts um eine möglichst einfache Sicherung der täglich benötigten Daten.
    Alles zusätzlich ab und zu auf ner Festplatte zu verschlüsseln macht auf jeden Fall Sinn. Und wenn dann gleichzeitig SugarSync pleite geht und ich meinen Mac auf einer Reise verliere, dann geh ich halt nur surfen und stelle danach den Stand vor dem Urlaub wieder her… Ich versteh wo du herkommst – ich seh die Dinge aber nicht ganz so schwarz ;)


  3. Avatar Freitag, 20. April 2018 um 06:31 Tim Schattke sagt:

    Hi,

    ich denke, dass Online-Datensicherung eine gute (ggfs. auch nur zusätzliche) Möglichkeit ist, eigene, insbesondere aktuelle Daten vor Verlust oder auch Beschädigung zu schützen. Entscheidend bei der Wahl des Anbieter ist halt nur, dass die Daten ausreichend verschlüsselt und die genutzten Schlüssel in der Hand des Anwenders sind (s. auch hier: http://onlinebackup.schattke.net/index.php/2011/07/bewusststein-der-cloud-nutzer-fur-eigene-datensicherheit-muss-gescharft-werden/ und hier: http://onlinebackup.schattke.net/index.php/2011/06/datensicherheit-im-online-backup-stichwort-verschlusselung/)

    Ansonsten stellt sich nämlich die Frage, wie häufig man eine herkömmliche Datensicherung auf eine externe Festplatte denn wirklich vornimmt (insbesondere, wenn sich diese ausser Haus befindet)…

    Gruß,
    Tim Schattke


  4. Avatar Freitag, 20. April 2018 um 13:17 Martin sagt:

    Hi,
    Also ich nutze den Online Backup Dienst von ebackup.me.
    Das ist zwar ein auch ein Cloud-Service, allerdings sind die Daten des Online Backup dort gut verschlüsselt.
    Außerdem steht der Online Backup Server in der Schweiz, dass erhöht die Sicherheit.


  5. Avatar Freitag, 20. April 2018 um 14:40 Andreas Kamleiter sagt:

    Hallo Timo,
    bzgl. USB-Stick muss ich dir widersprechen. Zum einen gibt es wasserfeste Modelle (z.B.: Corsair Survivor) und außerdem hast du doch einen Mac, oder? Da kannst du ein inkrementelles Backup mit Time-Machine machen. Dabei musst du nicht händisch schauen was du geändert hast, sondern Time-Machine sichert nur die geänderten und neuen Daten.
    Bzgl. Cloud wäre ich jetzt auch vorsichtig. Ich würde dir da eher empfehlen auf einen eigenen Server zu sichern. Könnte mir da z.B. SVN sehr gut vorstellen. Zum einen hast du eine Versionsverwaltung und zum anderen die Daten sicher auf deinem eigenen Server liegen. Einen Root-Server oder VServer hast du ja sicherlich. Die Datenübertragung wäre dann per SSH ud somit auch verschlüsselt. Mit einem Tool wie svnX würden dir auch automatisch die neuen und geänderten Daten angezeigt, die du dann sichern kannst. Beim Einrichten kann ich dir gerne helfen, wenn das etwas für dich ist.


  6. Avatar Freitag, 20. April 2018 um 09:12 Timo sagt:

    Hi Andi, super, danke, bin für bessere Vorschläge immer zu haben ;) Ein wasserfester USB_Stick ist für mich auch nicht wirklich top, da mir es ja darum geht die Daten gesichert zu haben, wenn das Gepäck abhanden kommt. Alle Vorschläge zu Sicherungen, die ich nicht jeden Tag händisch anstoßen muss sind immer willkommen…


Email wird natrlich nicht ver&oouml;ffentlicht

Bsp. fr eine Website

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