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… Gedanken eines Lifestyle Unternehmers

Ich bin nicht alleine

Dezember31

Bei meiner Recherche zum Organisations-System stieß ich auf viele Blogger die bereits ähnliche Gedanken hatten und schon viel ausgereiftere Modelle vorstellten. Allen voran Timothy Ferris, der bereits einen Weltbestseller zu beinahe dem identischen Thema geschrieben hatte und dessen Cover mich sehr an meine  Hängematte in Costa Rica  erinnerte.
Ich stieß auf eine Vielzahl von Produktivitätssystemen und Modellen, teils kostenlos, teils kommerziell. Ob nun 43folders, David Allen’s GTD oder Remember the Milk. Viele Systeme hatten nützlichen Input zu liefern. Unterm Strich waren jedoch fast alle Modelle im Grund-Handling sehr aufwendig. Ich würde mein System am ehesten mit Leo Balbutas Zen to done vergleichen, einer abgespeckten Version von GTD.

Und wieder musste ich an mein Lebensmotto denken, das Bruce Lee formuliert hatte:

“Research your own experiences for the truth … The creating individual is more than any style or system.”

Was gibt es Schöneres, als ein umfassendes System zu haben, das optimal auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten ist und in abgewandelter Form schon von Leuten getestet wurde, die ebenfalls danach streben, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Ich stolperte über das Buch “Wir nennen es Arbeit” von Holm Friebe und Sascha Lobo in dem die beiden dem Lebensstil sogar schon einen Namen verpasst hatten: die digitale Bohème.
Aus Sicht der Autoren gehöre ich also zu genau “der Aventgarde der Arbeitergesellschaft“, die das Moleskine-Notizbuch als “Idealbild der Bohème” sieht und dem Leitspruch:”unterwegs und dabei schöpferisch aktiv sein” zu folgen.
Man erfährt, dass das Notizbuch von Van Gogh bis Hemmingway den großen Künstlern und Reisenden als Begleiter gedient hatte. Ich war also auf einmal in prominenter Gesellschaft, auch wenn ich mich keiner Gruppe zuordnen möchte: Businesspunk, digitaler Bohème, Cybernomade oder wie sie sich Alle nennen. Ich mache einfach mein eigenes Ding – und finde es nur richtig, dass immer mehr junge Leute – mich eingeschlossen – sich Gedanken über die eigene Person und die Welt machen und versuchen, aus dem Hamsterrad auszubrechen. Vielleicht lässt sich so eine in vielen Punkten bessere Welt schaffen.

Die Auswertung der Happy-Matrix

Dezember29

auswertung

Man könnte meinen, dass die Happy-Matrix etwas übertrieben ist. Doch eigentlich war ich immer ein Vogel, der im Käfig saß und von der Freiheit gesungen hat: Man weiss, das gewisse Punkte nicht optimal laufen, man nimmt aber nichts, um Änderungen herbeizuführen. Mir hat das einfache System die Augen geöffnet und geholfen, das zu formulieren, was ich wirklich mit meinem Leben anfangen möchte. Nun hatte ich zum ersten Mal eine Blaupause mit konkreten einzelnen Ansätzen zur Verfügung, bei der schwarz auf weiss schon die nächsten Planungsschritte definiert waren. Manche kosteten mich nur einen Anruf, manche mehrere Wochen Planung. Doch wenn man keine Kompromisse eingeht, fängt das Leben an, sich über Nacht zu verändern.

Ich konnte meine Blaupause in mehrere Gruppen unterteilen, und da die Synergien bei mir glücklicherweise mehrfach auftraten, konnte ich mir recht schnell ein gutes System schaffen.
Ich habe einfach jeden Punkt, der einen oder mehrere negative Einträge hatte, nochmal hinterfragt:
Gibt es alternative Möglichkeiten, die in der Summe mehr Lebensqualität schaffen?
Dies gab mir in den folgenden Tagen die Möglichkeit, an unterschiedlichsten Stellen meiner Matrix zu arbeiten. So entwickelte sich meine Liste, bei der zum Beispiel folgende Punkte den Anfang machten.

1) Mehr Reisen

Mein wichtigster Punkt auf der Liste war, mehr zu reisen. Ein Abwägen der verschiedensten Punkte hat ergeben, dass ich keine Weltreise machen werde, sondern im Idealfall zwei große Reisen pro Jahr über mehrere Wochen unternehme und ansonsten kleinere Städte-, Wochenend- und Surf-Trips in Europa. Auf diese Lösung wäre ich ohne die Matrix unter Umständen gar nicht gekommen. Aber meine negativen Einträge zur Weltreise mit Prio 1 sahen zum Beispiel so aus:

- Ich plane nicht gerne, sondern lasse mich lieber treiben
- lieber nur eine Kultur pro Reise
- Ich komme gerne nach hause
- Ich müsste 2 Jahre auf Training verzichten etc.

Also begann ich, eine Liste mit Ländern zu erstellen, die ich gerne in Zukunft bereisen möchte. Zudem liste ich immer die Surfspots in den jeweiligen Ländern auf. Diese Liste ergänze und bearbeite ich kontinuierlich. Bei der Auswahl einer Reise oder eines Trips spielen natürlich immer unterschiedliche Punkte eine Rolle: Wetter, Jahreszeit, Surfsaison, Flugpreise etc., die ich auf der Liste ergänze. Wenn es an die Planung einer neuen Reise geht, habe ich so einen Pool an Destinationen oder ergänze einfach neue Ideen in der Liste.

2) mehr Sport machen

Leider war ich in meiner Festanstellung ordentlich in die Breite gegangen. Das wollte ich unbedingt ändern. Ich wollte mehr für meine Fitness tun, mehr Fahrradfahren, einen Spagat schaffen, und vorallem: meine große Leidenschaft, das Wing-Tsun zur Perfektion bringen. Auch wenn ich die Kampfkunst anfangs nicht unter Sport verbuchen wollte, entschloss ich mich, sie in dieser Gruppe aufzuführen, da ich das Kraft-, Fitness- und Beweglichkeitstraining optimal als Vorbereitung fürs Kämpfen nutzen konnte. Mit dieser Verknüpfung rutschte der Punkt Sport an zweite Stelle.
Ohne die Matrix hätte ich mich als erstes im Fitnessstudio angemeldet, da “Fitness” an dritter Stelle gestanden wäre. Mit der Matrix lauteten die nächsten Schritte:

  • Kampfkunst –>@nächste Schritte: “Meinen Meister anrufen und fragen, ob er mich wieder so oft wie möglich unterrichten würde.”
  • Kraftraining—>@nächste Schritte: “wichtige Übungen recherchieren, die gut fürs Kämpfen sind”, “Trainingsplan mit folgenden Anforderungen erstellen: zuhause und unterwegs durchführbar, am besten mit dem eigenen Körpergewicht oder leicht transportierbaren Hilfsmitteln.” Dies ermöglichte mir, auch auf Reisen optimal trainieren zu können.

Diese Überlegungen und die konsequente Planung der nächsten Schritte katapultierte mich in meiner Planung soweit nach vorne, dass sich sehr schnell abzeichnete, welche Stellschrauben ich verändern musste, um all das auch wirklich umsetzen zu können.

Organisation der Happy-Matrix

Dezember29

Während einige Punkte der Happy-Matrix einfach zu befolgen waren, gab es andere Punkte, die eine enorme Planung benötigten. Der Vermerk “Möglichkeit zur Selbständigekeit ensthaft prüfen” zieht doch einen enormen Rattenschwanz an Aktionen nach sich, die alle wohl überlegt sein müssen. Zu allererst musste ich überhaupt eine Möglichkeit finden, mich selbständig zu machen. Vor allem aber sollte das selbständige Arbeiten Freiheit bringen, und keinesfalls in seine Wortbestandteile “selbst” und “ständig” aufgeschlüsselt werden. Selbständig sollte bedeuten, dass ich selbständig entscheide, wie ich mir den Tag einteile.

Um bei der Planung keine Fehler zu machen, wollte ich alles so gut wie möglich organisieren. Da ein weiterer Punkt meiner persönlichen Happy-Matrix auch Punkte wie “organisierter werden”, “an weniger denken müssen” etc. beinhaltete, konnte ich mir anhand dieser Aufgabe gleich ein konkretes System überlegen, das meinen Ansprüchen gerecht werden sollte. Wenn ich mit dem System meine Selbständigkeit planen kann, dann sollte es auch ohne weiteres möglich sein, alles innerhalb der Selbständigkeit und anderen Projekten zu planen. Außerdem würde ich bis dahin wissen, ob das System funktioniert.

Anforderungen an mein Organisationsystem:

- Einfachheit: Ich möchte alles mit so wenig Aufwand wie möglich organisieren. Je einfacher und simpler mein “Tool” ist, desto besser. Schließlich möchte ich ja was vom Leben haben, und nicht Projektmanager meiner eigenen Aktivitäten werden.
- Flexibilität: Mein System soll spontan auf neuen Input reagieren können. Es sollte die generell wichtigen Punkte erfassen und mich darauf hinweisen, mir aber genügend Raum lassen, auch mal spontan zu sein.
- universaler Zugriff: Mir war wichtig, dass das System alle Aspekte des Lebens abdeckt, und nicht nur den beruflichen Part. Ich sollte immer Zugriff auf mein System haben und es an so wenigen Stellen wie möglich pflegen müssen. Eine Reise sollte ebenso leicht zu planen zu sein, wie das dazugehörige Internet-Projekt.
- einheitlicher Ablauf: Ich bin in großer Freund von Routinen. Alle Aufgaben und Aktivtäten sollten immer nach der gleichen Methode behandelt werden, so dass alles möglichst schnell und einheitlich erfasst und abgearbeitet werden kann. Dabei soll sofort klar werden, welche Ziele hinter der Aufgabe liegen, wie wichtig sie ist, ob sie deligiert werden kann und vor allem: was generell als nächstes zu tun ist. Arbeitest du schon oder planst Du noch – das sollte meine Maxime werden!

Im folgenden Beitrag werde ich meine Tools etwas näher beleuchten.


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